Chronik

Es war im August 1996, als einige, damals ziemlich ausgeflippte Mitglieder des Narrenvereines Schenkenzell-Kaltbrunn e.V, eine Annonce in einer Zeitung entdeckten. Sie entschlossen sich kurzer Hand zum Kauf von 35 Guggenmusik-Kleidle. Nur was macht man mit 35 Kleidle und keinen Musikern? Ganz einfach! Man gibt selbst eine Annonce auf und lädt alle, die Lust haben, zu einer Guggenmusik-Gründungssitzung ein.

 

Am 19.09.1996 war es soweit. 18 total ausgeflippte „Nichtmusiker“ saßen in der „Sonne“ in Schenkenzell und gründeten die Guggenmusik ohne Namen. Nach einer weiteren Sitzung, bei der schon 20 Personen teilgenommen hatten, fand am 10.10.1996 ein Instrumententest im Fernsehraum der „Sonne“ statt. Dort versuchte jeder einmal aus verschiedenen Instrumenten einen Ton herauszubringen. Böse Zungen behaupten, dass an diesem Tag alle 12 Köche in der „Sonne“ mit Kopfhörern ihr Essen zubereiteten und die Soßen in den Töpfen geronnen wäre. Aber es ging trotzdem weiter.

 

Quer durch Deutschland fanden nun Einkäufe von Instrumenten statt und am 07.11.1996 war es dann endlich soweit. Auf dem Naturfreundehaus „Waldhäusle“, jenseits jeglicher Zivilisation, hatten wir unsere erste Guggen-Probe. Es war grauenvoll, was die zwischenzeitlich auf 30 „Aktive“ angestiegenen Mitglieder aus ihren Instrumenten herausholten.
Nur eines war an dieser Probe gut: wir fanden unseren Namen. Die DORFBÄTSCHER SCHENKENZELL waren geboren.

Nach gerade einmal 11 Proben war es soweit:
am Schmotzigen Dunschdig traten 30 DORFBÄTSCHER in der Festhalle in Schenkenzell auf. Von diesen 30 aktiven konnten gerade einmal 6 Noten lesen, geschweige dem nach diesen spielen. Alle anderen 24 entwickelten die verrücktesten Schreibweisen, um ihre Noten zu kennzeichnen. Es war ein Riesenerfolg und so beschloss man, die GUGGENMUSIK DORFBÄTSCHER SCHENKENZELL fest in die Fastnacht Schenkenzell zu integrieren.

 

Mittlerweile sind wir 42 Mitglieder, von denen doch schon 7 Noten lesen können und fetzen was das Zeug hält.